Kennst du das? Du hattest einen Essanfall und am nächsten Tag bestraft du dich dafür, indem du gar nichts isst? Oder du schimpfst mit dir selbst und ärgerst dich, dass du schon wieder zu schwach warst? Dass du dich einfach nicht zusammenreißen kannst?

Wusstest du, dass dieses Verhalten kontraproduktiv ist und eine Vorbereitung für den nächsten Essanfall?

Wenn du unter Essanfällen leidest, dann solltest Du wissen, dass in dem Moment wo es losgeht ein Teil deines Gehirns übernimmt, der dein Überleben sichern will. In dem Moment hast du keine Chance mehr, mit deinem bewussten Verstand dagegen anzugehen. Dieser Teil deines Gehirns ist stärker. Und das ist auch gut so, denn er ist für dein Überleben zuständig. Wenn du im Dschungel unterwegs bist und ein Säbelzahntiger will dich aufessen (gabs die im Dschungel?), dann ist es dieser Teil deines Gehirns der übernimmt und – hoffentlich – dein Leben rettet, indem er dich blitzschnell auf einen Baum klettern lässt, oder wegrennen oder was auch immer. Denken ist hier nicht gefragt, denn wer erst anfängt nachzudenken, landet schneller im Tigerbauch als er “Aber ich bin doch so schlau!” kreischen kann.

Du hast also einen Essanfall und das bedeutet, etwas hat dich so getriggert, das dein Gehirn der Überzeugung war, du seist in Lebensgefahr. Alles was jetzt passiert, passiert im Überlebensmodus, auf den der Verstand keinen Einfluss hat. Manchmal ist das sogar so stark, dass man sich hinterher kaum daran erinnert, was eigentlich passiert ist. Hast du schon mal vor dich auf den Tisch geschaut und dich über all die leeren Verpackungen gewundert die dich angähnten und stillschweigend Zeugnis ablegten über die Mengen an Essen, die jetzt in deinem Bauch Blasmusik spielten? Da war dein Überlebensmodus am Werk.

Was also tun?

Schritt 1
Wenn es wieder mal soweit gekommen ist, dass dein Gehirn auf Überlebensmodus geschaltet hat, dann bestrafe dich nicht! Tue genau das Gegenteil. Belohne dich am nächsten Morgen mit einem richtig leckeren Frühstück. Iss die leckersten Sachen, genau das, nach dem dein Körper verlangt. Stopf es nicht wild in dich rein, weil du sauer auf dich bist. Tu dir etwas Gutes. Freu dich am Essen. Kümmere dich. Achtung! Wenn es nicht klappen will, weil du eben doch sauer bist, dann mach es einfach so gut wie möglich! Vergiss nicht, wenn du deinen Körper jetzt für das bestrafst, was am Vortag geschehen ist, erzeugst du neuen Stress und neue Panik und triffst somit die Vorbereitungen für die nächste Übernahme deines Überlebensmodus’, ergo für den nächsten Essanfall.

Schritt 2
Sei lieb zu dir selbst. Wusstest du, dass Menschen die emotional Essen niedrigere Dopaminlevel in ihrem Gehirn haben als andere? Dopamin ist ein Wohlfühlhormon, das durch Essanfälle in deinem Körper erhöht wird. Der Essanfall war ein Hinweis darauf, dass dein Dopaminlevel zu niedrig ist! Wenn du nun mit dir selbst schimpfst, sauer auf dich bist, dir Dinge verweigerst, dich bestrafst – verwehrst du dir den Zugang zu diesem so dringend benötigten Wohlfühlhormon – und der nächste Essanfall ist vorprogrammiert. Deshalb, anstatt mit dir zu schimpfen, tue genau das Gegenteil. Nimm dir Zeit, um etwas für dich zu tun. Der Essanfall war ein Zeichen dafür, dass du mehr Dinge in deinem Leben brauchst, die dir ein gutes Gefühl geben. Mach irgendwas, bei dem du dich wohlfühlst, sei nett zu dir. Mach einen Spaziergang, lies ein Buch, mal ein Bild, strick ne Mütze. Sag nette Sachen zu dir. Gönn dir selbst die Auszeit. Von Herzen.

Schritt 3
Löse die Muster, die immer wieder den Überlebensmodus in dir aktivieren, auf! Wie kannst du das machen? Ich habe hier schon mehrfach auf EFT hingewiesen. Das ist sehr bekannt und das Internet ist voll von Tutorials dazu. Ich habe es viele Jahre angewendet und es ist effektiv. Noch effektiver finde ich meine eigene Methode, zu der du eine Anleitung in meinem Quick Start Guide findest. Wenn du ihn noch nicht hast, kommentiere hier oder schick mir eine PN – ich sende ihn dir zu (das kostet nichts!). Es gibt noch weitere Techniken, wie zum Beispiel die Zweipunktmethode oder den Emotionscode. Du kannst dich jahrelang durchs Internet graben und dort Technik über Technik finden und ausprobieren, wenn du das möchtest. Du kannst auch einfach eine von den von mir hier vorgeschlagenen Methoden nutzen, wenn es etwas schneller gehen soll.

Verabschiede dich von dem Gedanken den Essanfall stoppen zu können, wenn der Überlebensmodus bereits am Laufen ist. Stattdessen, wende die Techniken sofort nach dem Essanfall an, sobald du wieder zu dir kommst. Und jederzeit zwischendurch. Du wirst feststellen, dass die Essanfälle immer weniger werden und irgendwann ganz ausbleiben.

Wenn es irgendwo hängt, wenn du alleine nicht weiter kommst, dann zögere nicht, dir Unterstützung zu holen! Es ist nicht immer einfach, seinen eigenen Mustern auf die Schliche zu kommen!

Viel Erfolg! ❤️

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About the author 

Ruth

​Ruth ​ist Expertin für ​Bewusstsein, Psychologie und Körperarbeit. Sie arbeitet seit ​2006 ​als Coach für Frauen.

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Liebe Ruth, ich danke Dir so sehr für das heutige Coaching. Das hat mir so unheimlich sehr geholfen und ich freue mich schon heute auf unser nächstes Gespräch diese Woche!

Christine

Ich dachte wirklich nie, nie, nie, dass ich einfach mal ein Stück oder meinetwegen auch einen Riegel Schoki essen und genießen könnte, ohne gleich die ganze Tafel zu wollen 🙈 Ich war mir auch sicher, dass alle Leute lügen müssen, die sowas erzählen! Aber seit unserer Sitzung im September (oder wann war das noch mal) ist es genau so 😅 Übrigens sind seitdem auch meine Schoki-Fressanfälle vor der Periode weg, was mich wundert, da ich immer dachte, das hätte hormonelle Gründe...

Vera

Meine erste Skype-session mit Ruth. Ich war nervös und etwas skeptisch. Ob wir etwas erreichen würden, wenn wir uns nicht tatsächlich gegenüber sitzen? Meine Zweifel wurden ausgeräumt, die Sitzung war für mich ziemlich bewegend und ich fühle auch Wochen nachher, wie sich in mir Dinge bewegen. Bin gespannt wie es mit der nächsten Sitzung weiter geht. Hab lieben Dank! ♥

C.

Ruth: "Worauf bist du stolz?"

Manuela: "Dass ich alleine (speziell nach dem Telefonat mit dir, Ruth) 10 Kilo abgenommen habe."

Manuela

​Ruth​, mir ist heute beim Essen gerade aufgefallen, dass ich nicht mehr nur esse, weil "es Zeit dafür ist", weil "ich immer zwei Brötchen zum Frühstück esse". Nein, das tue ich nicht mehr. Und das Tollste daran ist: Ich habe mir gar keine Gedanken darum gemacht. Sondern einfach etwas verändert.
Es ist nicht alles gut, manchmal Naschen ich zuviel, weil es einfach gemütlich ist mit meinem Mann vor dem Fernseher. Unsere Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Aber ich genieße es! Ich stopfen nicht mehr.
Ich danke dir so sehr für unsere (zwei*) Stunden.

*Anmerkung der Redaktion ;)

Marion

Das Coaching war sehr intensiv und hat innerhalb kurzer Zeit sehr tiefe Blockaden gelöst.

Ein paar Tage später bemerkte ich, dass ich kaum mehr zwischendurch nasche oder Hunger habe.
Ich bin viel länger satt und zufrieden nach dem Essen, habe seitdem ein einziges Mal ein kleines Täfelchen Zartbitterschokolade genossen. Meine selbstgemachte Rohkost Schoki steht im Kühlschrank und wartet immer noch auf mich.

Ich esse seitdem kein Fleisch und keine Wurst mehr, obwohl das gar nicht unser Thema war, aber es reizt mich überhaupt nicht mehr. Im Gegenteil, ich spüre sogar eine Abneigung dagegen. Und ich war drei Jahre vegan bis ich schwanger wurde. Meine Tochter wird jetzt 3.

Es gehen dahingehend einige spannendene und seltsame Dinge vor sich, mit denen ich innerhalb einer Sitzung nicht gerechnet habe.

Danke an Dich, liebe Ruth.

​Nutzt unbedingt die Gelegenheit zu einem Gespräch mit ihr. Sie weiß, was sie tut und das tut sie sehr gut! 😊 ♥️

Lenka

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